Nachrichten aus dem Verein

Klettern in Tisá (Tyssa)

Der zuständige Leiter der Gipfelkommission, Jan Pleticha, bat uns, den folgenden Aufruf zu veröffentlichen. Bitte haltet die Forderungen ein! Wir sind dort nur Gäste.

Achtung Kletterer !

Im Naturdenkmal Tyssaer Wände, welches die Großen und Kleinen Tyssaer Wände und auch die Bürschlitzwände umfaßt, gelten folgende Klettereinschränkungen:

– Kletterverbot an feuchtem Fels, Limit ist 24 Stunden nach dem Regen
– Die Verwendung von Magnesium ist streng verboten.
– Erstbegehungen nur nach vorheriger Genehmigung der zuständigen Gipfelkommission Tisá.

Beim Klettern ist es erforderlich, die Kletterregeln in den Sandsteingebieten in Böhmen einzuhalten. Die Gipfelkommission Tisá (CHS) bittet alle Kletterer, diese Verhaltensregeln einzuhalten und damit auch die weiteren Verhandlungen mit der Verwaltung des Landschaftsschutzgebiets Labské Pískovce (Elbsandstein) nicht zu verkomplizieren.

Beschluss des SBB zum Kletterprojekt der Stadt Hohnstein

Die Stadt Hohnstein bat den Sächsischen Bergsteigerbund in einem Schreiben vom 31.5.10 um Unterstützung für ihr Kletterprojekt Hohnstein, bestehend aus einem Klettergarten am Fuß des Burgfelsens und einem Bergsteigermuseum in der Stadt. Der Vorstand des SBB fasste am 7.3.11 dazu folgenden Beschluss:

Der Sächsische Bergsteigerbund unterstützt das Vorhaben „Kletterprojekt Hohnstein“ nicht. Sollte sich die Stadt Hohnstein entscheiden, das Bergsteigermuseum als eigenständiges Projekt zu verwirklichen, so stellt der SBB seine Unterstützung in Aussicht.

Der SBB folgt mit seinem Beschluss der bisherigen Linie seiner Entscheidungen im Einklang mit seinem Grundsatzprogramm zur umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung in der Sächsischen Schweiz.

Der SBB-Vorstand hat sich seine Entscheidung nicht leicht gemacht und bot an, die Beschlusslage zu überprüfen. Ziel des Diskussionsprozesses war in erster Linie, die bisherige Position des SBB zu hinterfragen. Schließlich liegen entsprechende Beschlüsse weit zurück (Grundsatzprogramm 2004, Ablehnung des Massivkletterns 1992, Ablehnung diverser früherer Anträge zuletzt 2005).

Der Ältestenrat sowie zahlreiche weitere Gruppen und Klubs diskutierten die Fragen um das Projekt. Sie waren Thema der Klubvertreterversammlung des SBB und schließlich Gegenstand eines gut besuchten Symposiums des SBB Ende Januar in der TU-Dresden.

Für die Entscheidung des Vorstandes waren letztlich diese zwei Fragen ausschlaggebend:

– Sind die Grundlagen für unsere bisherige Position noch gegeben?
– Gibt es wichtige Gründe, von der bisherigen Position abzuweichen?

Die Antworten darauf lauten ja, die Grundlagen sind noch gegeben, und nein, erhebliche Gründe konnten nicht ausgemacht werden.

Es wurden viele sehr unterschiedliche und unterschiedlich zu bewertende Meinungen geäußert. Allen Äußerungen war eines gemeinsam, die Sorge um die weitere Entwicklung des Kletterns in der Sächsischen Schweiz. Eines konnte aber nicht festgestellt werden, nämlich eine starke Bewegung innerhalb des SBB, die sich hinter das Projekt gestellt hätte mit dem Ziel, den Weg durch die Instanzen für eine Abänderung der bestehenden Beschlüsse in Gang zu setzen.

Auf dieser Grundlage sieht der Vorstand keine Basis für eine Zustimmung zu dem Projekt, betont jedoch sein Interesse an einer Kooperation für ein Bergsteigermuseum.