Aktuelles aus der Nationalpark-Region

Die Nationalparkverwaltung informiert:

07.09.2017

Nationalparkverwaltung saniert die Aufstiege auf den Lilienstein

Bald erstrahlen Sie wieder in neuem Glanz: eine Radebeuler Firma saniert derzeit im Auftrag der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz den Nord- und Südaufstieg hoch auf den 415 Meter hohen Tafelberg. Er ist das Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz. Über 100.000 Besucher nutzen jedes Jahr die Holz- und Eisenstufen, um das Plateau des Liliensteins mit den Panoramaaussichten und der Felsbaude zu erreichen. Die Arbeiter müssen durchgängig alte Farbe abschleifen und neuen Rostschutz aufbringen. Immer wieder sind an den Bauwerken aber auch einzelne kleinere oder auch größere Eisenteile zu demontieren und durch neue zu ersetzen.

Die Nationalparkverwaltung hat mit der beauftragten Firma die Arbeiten so eingetaktet, dass immer einer der beiden Aufstiege frei begehbar ist. An den Wochenenden sind beide Aufstiege offen. Die Arbeiten in dem steilen Gelände sind aufwändig und benötigen längere Zeit. Je nach Witterung können sie sich bis in den Herbst hinziehen. Die Nationalparkverwaltung bittet hiefür um Verständnis.

Um das 500 Kilometer lange Wegenetzes im Nationalpark auf dem gewohnt hohen Niveau zu halten, sind solche Pflegearbeiten regelmäßig notwendig. Von Holzstufen bis komplexeren eisernen Treppenanlagen unterhält die Nationalparkverwaltung rund 80 Steiganlagen. Mit einer Länge von 23 Kilometern überwinden diese eine Höhe von rund 5000 Metern und sind damit eine wichtige touristische Infrastruktur in Sachsens einzigem Nationalpark.

An vielen Stellen ermöglichen sie erst den Besuchern die eindrucksvolle Natur zu erleben. Auf der anderen Seite sind sie auch notwendig, um Erosion und Trittschäden zu vermeiden, die ansonsten bei der Vielzahl der Menschen verstärkt im Sandsteingebirge auftreten würden.

Wanderer können sich auf der Homepage des Nationalparks schnell über eventuelle Einschränkungen im Wegenetz informieren. Darüber hinaus sind Umleitungen regelmäßig vor Ort ausgeschildert.

Die durchschnittlichen Kosten dieser Daueraufgaben der Nationalparkverwaltung liegen bei jährlich 500.000 Euro und werden vom Staatsbetrieb Sachsenforst getragen. Außerhalb des Nationalparks sind die Kommunen für Wanderwege und deren Unterhaltung zuständig.

Aktuelle Wegeinformationen unter http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/aktuelles/wegeservice-und-wegeinfo/


29.05.2017

Wieder Brandstifter im Nationalpark

 „Wir haben wieder einen Waldbrand, der von einer Feuerstelle ausgegangen ist“. So als hätte er es schon erwartet, informierte Maik Hille, Leiter der Nationalparkwacht in Schmilka, dass nach dem schönen Himmelfahrt – Wochenende erneut Brandstifter unter den tausenden vernünftigen Besuchern gewesen sind.

Wie schon bereits 2015 und 2014 zogen sich Menschen mit zweifelhaftem Naturverständnis bei Waldbrandwarnstufe 3 im Nationalpark Sächsische Schweiz auf ein abgelegenes Riff in der Nähe der Schrammsteinkette zurück und zündeten dort mitten in der geschützten Vegetation ein Feuer an. Sie löschten das Feuer nur unzureichend ab und verschwanden. 200 qm Beerstrauchheiden sind vernichtet. In der Nähe brütete noch vor kurzem ein Wanderfalkenpaar. Darüber stehen die verbrannten Skelette von Birken und charakteristischen Riffkiefern – einige von ihnen trotz ihrer geringen Höhe schon über 100 Jahre alt!

Feuerwehrleute der Sächsischen Schweiz, allen voran die Bad Schandauer Feuerwehr und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung überlegten auf Grundlage langjähriger leidvoller Erfahrung, wie das Feuer am besten bekämpft werden kann. Vier Kilometer Schlauchleitung wären in unwegsamem Gelände erforderlich gewesen, was sich als technisch nicht machbar heraus stellte. Seit dem Morgen tragen deshalb Feuerwehrleute und Nationalparkwacht über unzumutbar lange Strecken bis zu 30 Kilogramm schwere Behälter mit Löschwasser zum Brandherd. Sie konnten das Feuer in der dicken Nadelstreuauflage jedoch nicht wirksam eindämmen. Um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern, haben Stadtverwaltung Bad Schandau und Nationalparkverwaltung sich zu einem erneuten teuren Hubschraubereinsatz wie bereits 2015 entschließen müssen.

Die Nationalparkverwaltung bittet Zeugen, die eventuell Hinweise zu Verursachern des Brandes geben können, sich zu melden. Dem oder den Brandstiftern drohen erhebliche Geldstrafen und sie müssen für den noch nicht bezifferbaren finanziellen Aufwand der Löscharbeiten aufkommen.

Nationalparkleiter Dr. Dietrich Butter: „Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, im Wald zu keiner Zeit Feuer anzuzünden. Aber anscheinend muss man doch immer wieder auf das gesetzliche Feuerverbot im gesamten Wald – also nicht nur im Nationalpark – hinweisen. 2016 hat die Nationalparkwacht nachträglich über 380 illegale Feuerstellen feststellen müssen. Für solcher Art zerstörerischen Naturerlebens fehlt mir jegliches Verständnis.“

Sehr viele Menschen besuchen gerade in diesen Tagen den Nationalpark. In dem sie die wenigen Regeln beachten, die an jeder Eingangstafel in Erinnerung gerufen werden, können sie einen wesentlichen Beitrag zu seinem Schutz leisten.

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Maik Hille

Im schwierigen Felsgelände müssen 39 Kameraden von mehreren freiwilligen Feuerwehren der Sächsischen Schweiz mühsam das Löschwasser auf Rückentragen zum Brandherd bringen um dort von Hand zu löschen.


23.02.2017

Aktionsgruppe „Fahrtziel Natur Sächsische Schweiz“

Projektstelle für den touristischen öffentlichen Nahverkehr wird geschaffen

 Kürzlich trafen sich 43 Vertreter aus Verkehrsbetrieben, Gemeinden und dem Landratsämtern aus der Sächsischen und Böhmischen Schweiz im neu eingeweihten Nationalparkbahnhof Sebnitz, um sich gegenseitig über die Neuerungen des öffentlichen Nahverkehrs im Jahr 2017 zu informieren und diese zum Wohle der Fahrgäste zu vernetzen. Wichtigste Neuerung auf deutscher Seite ist die Schaffung einer Projektstelle für ein Mobilitätsmanagement beim Landschaf(f)t Zukunft e.V..

Ulrike Funke, die Geschäftsführerin von Landschaf(f)t Zukunft e.V. ist zuversichtlich: „Mit der Projektstelle Mobilitätsmanagement für die Sächsische Schweiz kann durch eine noch bessere Vernetzung von Bussen und Bahnen für die Gäste ein wirksamer Beitrag zur Entlastung von Verkehr und Abgasen organisiert werden. Zusätzlich können weitere Fördermittel für die Region mit ihrem ländlichen Raum eingeworben werden.“

Die Tagung nutzte den Rahmen des Tages der Nationalparkbahn, an dem der neu gestaltete Triebwagen der Nationalparkbahn in die Region eingeführt wurde und der zweite Nationalparkbahnhof in Sebnitz eingeweiht wurde.

Weitere Ergebnisse der Tagung stimmten die Teilnehmer zuversichtlich:

Die „Steinelinie“ hat es 2016 zu großer Beliebtheit gebracht. Sie kann auch 2017 zur Verfügung stehen. Dieser Wanderbus mit der offiziellen Linienbezeichnung 244 fährt in der Saison täglich und auch am Wochenende achtmal pro Tag zu allen großen Tafelbergen – den „Steinen“ – im Gebiet links der Elbe. Er startet am Nationalparkbahnhof in Bad Schandau und bindet auch den Bahnhof Königstein mit ein.

Nahverkehrsexperten aus der Böhmischen Schweiz berichteten, dass die Buslinie 434 von Děčín nach Krásná Lípa über Hřensko künftig im Stundentakt fährt und damit auch für alle deutschen S-Bahn Fahrer interessant ist, die ab Endstation Schmilka/Hřensko zum Prebischtor oder nach Mezní Louka fahren wollen.

Einer der schicken grünen Busse des Kreises Ùstí (435) wird auch 2017 wieder Fahrgäste direkt in Schmilka abholen und auf kurzem Wege zu beliebten Wanderzielen wie dem Belvedér am Elbecanyon, dem Aussichtsturm in Janov, Rosenberg oder der Edmundsklamm bringen.

Eine sehr positive Auslastung kann die Nationalparkbahn (U 28) verzeichnen. Die begehrte Bahn durch das Elb- und Sebnitztal nach Rumburk nutzen neben vielen Touristen auch viele tschechische Pendler.

Die Schrammsteintour der Sächsischen Dampfschiffahrt hat Ihr Angebot an nunmehr zwei Tagen auf die besucherfreundliche Abfahrt 17 Uhr ab Anleger Bad Schandau gelegt.

All diese Neuerungen wird die Nationalparkverwaltung zu Saisonbeginn in der hellblauen Broschüre „Touristische Fahrpläne Sächsisch – Böhmische Schweiz 2017“ veröffentlichen, die am ersten April erscheint.

Der Leiter der Nationalparkverwaltung Dr. Dietrich Butter begrüßt die vielen Initiativen der Verkehrsbetriebe und der Gemeinden: „ Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz unterstützt den öffentlichen Nahverkehr jedes Jahr mit Geldern aus den Parkgebühren im Nationalpark. Damit unterstützen wir umweltfreundliche Verkehrsangebote in der Nationalparkregion. Das grenzüberschreitende FahrtzielNatur-Treffen hat sich als wichtige Informationsbörse für alle Fachleute des öffentlichen Nahverkehr der Nationalparkregion etabliert. Daraus sind in den vergangenen Jahren viele Projekte entstanden, die nach wie vor funktionieren. Wir sind dankbar, dass in diesem innovativen Netzwerk alle relevanten Unterstützer zusammenarbeiten.“

Hintergrundinformationen:

Der Sächsische Schweiz ist seit 2003 Mitglied in der Kooperation „Fahrtziel Natur“. Daran beteiligen sich aktuell  22 Großschutzgebiete, auch aus der Schweiz und Österreich. Das Projekt von vier großen deutschen Umweltverbänden und der Deutschen Bahn wird als Kommunikationsplattform in jedem Schutzgebiet auf seine Art betrieben.

Das Forum arbeitet seit 2011 auf Einladung der Nationalparkverwaltung. Ihr Auftrag ist es per Verordnung den Autoverkehr in der Nationalparkregion so zu entwickeln, dass der für Naturschutz und Erholung gleichermaßen wichtige Ruhecharakter der Landschaft erhalten und stärker ausgeprägt werden kann.

Die Sächsisch-Böhmische Schweiz kann im Rahmen dieser Initiative mit ausgezeichneten und immer mehr im Ausbau befindlichen Angeboten auf Schiene, Straße und zu Wasser glänzen – immer mehr auch grenzüberschreitend. Bereits zweimal wurde sie deshalb mit dem FahrtzielNatur-Award ausgezeichnet.

Mehr als bisher sollen die jährlich rund fünf bis sieben Millionen Urlaubsgäste der gesamten Region überzeugt werden, ihr Auto im Urlaub stehen zu lassen. Dies gelingt immer besser, da die Angebote im ÖPNV sowie die Reiseketten – das ist die Kombination verschiedener Verkehrsmittel bei einer Fahrt – beispielsweise Bus mit Bahn oder Schiff mit Bahn – attraktiv gestaltet sind. Der derzeit geringe Anteil von 7 bis 10 Prozent an Urlaubsgästen, die mit dem Zug anreisen, soll weiter erhöht werden.

Besonders die vielen Tagesgäste müssen mehr auf die Angebote des ÖPNV aufmerksam werden, damit extreme Verkehrssituationen mit langen Staus und vielen falsch parkenden PKW in der Nationalparkregion künftig vermieden werden können.


03.02.2017

Sebnitz eröffnet dritten Nationalpark-Bahnhof Deutschlands

In der Großen Kreisstadt Sebnitz in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz weihten heute Oberbürgermeister Mike Ruckh mit Landrat Michael Geisler und den Leitern der Nationalparkverwaltung Böhmische und Sächsische Schweiz Pavel Benda und Dr. Dietrich Butter den dritten Nationalpark-Bahnhof Deutschlands ein. Das attraktive Bahnhofsgebäude ist das Eingangstor für Reisende mit der Nationalparkbahn sowohl in die Sächsische als auch in die Böhmische Schweiz. Ein 360 Grad Panorama aufgenommen bei Hinterhermsdorf skizziert den weiten Blick den Wanderer in der grenzüberschreitenden Nationalparkregion haben. Anlass war der heutige Tag der Nationalparkbahn, bei dem der neu gestaltete Triebwagen der DBregio offiziell auf der Strecke von Bad Schandau nach Sebnitz eingesetzt wurde.

Oberbürgermeister Mike Ruckh: „Sebnitz zeigt als Kommune des Jahres 2016 mit der Einweihung des Nationalparkbahnhofs, dass auch 2017 weitere innovative Schritte zur Attraktivitätssteigerung unserer Stadt gegangen werden. Mit dem Nationalpark-Bahnhof rückt für viele Gäste besser ins Bewusstsein, wie gut Sebnitz als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in die Sächsische und Böhmische Schweiz geeignet ist.“

Nationalparkleiter Dr. Butter: „Das sanierte Gebäude des Nationalpark-Bahnhofs Sebnitz ist ein Juwel an der Strecke der Nationalparkbahn. Gemeinsam mit dem neu sanierten Triebwagen der Nationalparkbahn, den kostenlosen Parkplätzen am Bahnhof ergibt sich ein attraktives Angebot zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr für alle Besucher der grenzüberschreitenden Nationalparkregion Sächsische und Böhmische Schweiz. Die Bezeichnung „Nationalpark-Bahnhof“ ist ein Leuchtturm, der die Fahrgäste auf die umweltfreundlichen Möglichkeiten der Anreise hinweist. Ich bin der Stadt Sebnitz dankbar, dass sie sich mit der Namensgebung so prominent zum Nationalpark bekennt.“

Barrierefreie Bussteige, kostenlose Parkplätze und die örtliche Bäckerei in der Wartehalle machen den Bahnhof zum Geheimtipp für den Umstieg in die öffentlichen Verkehrsmittel.

Frisch eingeweiht Nationalpark-Bahnhof Sebnitz

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Marko Förster

Die Leiter der Nationalparkverwaltung Böhmische und Sächsische Schweiz Pavel Benda und Dr. Dietrich Butter und das Sebnitzer Blumenmädchen weihten am heutigen Freitag zusammen mit Oberbürgermeister Ruckh und Landrat Michael Geisler (v.l.) das attraktive Sebnitzer Bahnhofsgebäude als zweiten Nationalpark-Bahnhof der Sächsischen Schweiz und als dritten innerhalb Deutschland ein.


21.11.2016

Letzter Eingriff auf dem Weg zum naturnahen Wald im Nationalparkrevier Hohnstein

Aktuell hat Nationalparkrevierleiter Frank Wagner im Bereich Waitzdorf/Ochel eine weitere Etappe der Waldpflege eingeleitet, mit dem Ziel, die ihm anvertrauten Wälder im Nationalpark naturnäher zu gestalten.

Der rund 30 Hektar große Waldteil um Waitzdorf, Ochel und Hübelteichwiese wird im Winterhalbjahr 2016/2017 nach Kriterien der Waldentwicklungsplanung im Nationalpark zum letzten Mal durchforstet. Benachbarte Wälder brauchen in den nächsten Jahren noch weitere Eingriffe.

Waldarbeiter der Nationalparkverwaltung und der Firma Nagel aus Schmölln-Putzkau fällen vor allem gebietsfremde Baumarten wie Lärche und Roteiche sowie nicht standortsgerechte Fichte. Ziel der Arbeiten ist es den hier vor allem die unterhalb der Altbäume schon recht zahlreich vorkommenden heimischen Laubbaumarten wie Rotbuche, Stieleiche und Winterlinde ebenso wie der Weißtanne bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.

Besonders die Eiche liegt Frank Wagner am Herzen. Sie ist selten im Nationalpark. Die Kronen der Eichen brauchen Platz um zu wachsen. Nur ausreichend große Eichenkronen produzieren Eicheln, die den Fortbestand der Bäume für die Zukunft garantieren. Deshalb wird der Nationalparkrevierleiter auch einige benachbart stehende Roteichen, Rotbuchen und selbst Eichen entnehmen lassen. Damit erreicht er, dass sich die Baumkronen der heimischen Eichen besser entwickeln und künftig mehr Eicheln produzieren.

Die Waldarbeiter nutzen für diese Arbeiten nur Motorsägen. Aufgrund der großflächig vorhandenen Verjüngung von Laubholz und Weißtanne entschied der Nationalparkrevierleiter hier keinen Harvester einzusetzen. Zum Transport der schweren Stämme aus dem Wald kommt ein Forwarder zum Einsatz.

Besucher müssen sich aus Sicherheitsgründen Ende November 2016 bis Mitte März 2017 auf kurzzeitig gesperrte Waldwege und Behinderungen durch Reisig sowie Wegeschäden durch die Holzrückung einstellen. Den Anweisungen  der Waldarbeiter und des Forstpersonals vor Ort bitten wir dringend Folge zu leisten.

Das bei der Waldpflege anfallende Holz wird entlang des Mühlweges und Waldtorweges aufgestapelt. Die Nationalparkverwaltung wird sich dafür einsetzen, dass die Sägewerke das Holz zügig abtransportieren.


10.11.2016

Steine-Linie 244 für Wanderer links der Elbe

Neu gestalteter Bus erhöht Bekanntheitsgrad für die Saison 2017

Immer mehr Kenner der Sächsischen Schweiz sind 2016 schon Probe gefahren und mit dem gestern vorgestellten neu gestalteten Linienbus sollen es 2017 noch mehr werden: die Steine-Linie 244. Der Wanderbus der OVPS bringt Waldbesucher zu den schönsten linkselbischen Wandergebieten des Sachsenforst in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz.

Die von Bad Schandau und Königstein startende Buslinie erleichtert es, mindestens sieben Tafelberge auf der linkselbischen Seite zu erkunden. Während Wanderer sonst zum eigenen Auto zurück müssen, können sie mit dem Bus nun elegant nacheinander die Tafelberge mit ihren Aussichten erobern. Anschließend geht’s zurück zur S-Bahn, an deren Takt die Buszeiten angepasst sind.

Uwe Thiele, Geschäftsführer der OVPS – Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz mbH stimmte gerne zu, als Forstbezirk Neustadt und Nationalparkverwaltung mit dem Anliegen an ihn heran traten, dieses tolle Angebot mit einer plakativen Busgestaltung noch bekannter zu machen.

Mit der Steine-Linie tragen die Verantwortlichen dem Trend Rechnung, dass immer mehr Besucher die Vorzüge der linken Elbseite zwischen Königstein und den Zschirnsteinen für sich entdecken. Die Busse der Steine-Linie fahren ebenfalls die Startpunkte für eine Wanderung zu den Trekkinghütten des Sachsenforst an. Deshalb sind die Grundfarben der neuen Busgestaltung die des Sachsenforst. Sie finden sich auf vielen Infotafeln wieder.

Die Dresdner Filiale von Globetrotter unterstützt die Steine-Linie ebenso. Dies passt in das Nachhaltigkeitskonzept des Bergsportausrüsters, der dazu anregen möchte, den Weg raus in die Natur so umweltschonend wie möglich geschehen zu lassen.

 Zusammengefasste Information:

  • Stärkung der ÖPNV-Angebote links der Elbe im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz
  • Täglich in der Saison 9 Fahrten in das Gebiet der Steine und wieder heraus
  • Kurze Umstiegszeiten zwischen Bus und Bahn am Nationalparkbahnhof Bad Schandau
  • Gute Erreichbarkeit der Ortschaften rings um Gohrisch
  • Gute Anbindung der neuen Trekkinghütten des Sachsenforst
  • Globetrotter unterstützt im Sinne der Nachhaltigkeit
  • Bus fährt nur in der Tarifzone Bad Schandau (72), wir empfehlen die VVO-Tageskarten für eine Tarifzone, die für Einzelpersonen, Familien und Kleingruppen angeboten werden und beim Busfahrer erhältlich sind
  • Gemeinschaftsprojekt: Forstbezirk Neustadt, Nationalparkverwaltung, Globetrotter, OVPS,
  • Ausführende: Taradesign Pirna und Albi Werbung Dresden
  • Wurde im grenzüberschreitenden Design der Sächsisch-Böhmischen Schweiz und des Sachsenforst gestaltet

Mehr Informationen unter:

www.sachsenforst.de/fob-neustadt

www.trekkinhuetten.de

www.ovps.de/service/fahrplanauskunft/449/

www.nationalpark-saechsische-schweiz.de


09.08.2016

Steiganlagen im Nationalpark erhalten Kur gegen den Zahn der Zeit

Bald erstrahlen Sie wieder in neuem Glanz: Zwei Steiganlagen im Nationalpark werden derzeit einer Rundum-Kur unterzogen. Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung sowie regionaler Unternehmen sind unter anderem an der Heiligen Stiege im Schmilkaer Gebiet und am Großstein mit Korrosionsschutzarbeiten beschäftigt.

Das feucht-kühle Klima mancher tiefen Schlucht verschafft dem Wanderer im Sommer zwar Kühlung, verlangt aber vom Metall seinen Tribut, so dass Steiganlagen Rost ansetzen. Die Heilige Stiege etwa ist derzeit nur an Wochenenden offen, weil hier wochentags ein Bauunternehmen Geländer und Treppen bis zur letzten Schraube unter die Schleifscheibe nimmt. Alte Anstriche werden abgetragen und ersetzt. Das kann je nach Witterung einige Wochen dauern, weshalb die Nationalparkverwaltung um Verständnis für Umleitungen bittet.

Die Qualität des 500-Kilometer-Wegenetzes verlangt solche Pflegearbeiten regelmäßig. Von Holzstufen bis komplexeren eisernen Treppenanlagen unterhält die Nationalparkverwaltung rund 80 Steiganlagen. Mit einer Länge von 23 Kilometern überwinden diese eine Höhe von 5000 Metern und sind damit eine wichtige touristische Infrastruktur in Sachsens einzigem Nationalpark. Sie ermöglichen Besuchern die eindrucksvolle Natur zu erleben.

Auf der anderen Seite sind sie auch notwendig, um Erosion und Trittschäden zu vermeiden, die ansonsten bei der Vielzahl der Besucher verstärkt im Sandsteingebirge auftreten würden.

Wanderer können sich auf der Homepage des Nationalparks schnell über eventuelle Einschränkungen im Wegenetz informieren. Darüber hinaus sind Umleitungen regelmäßig vor Ort ausgeschildert.

Am Nordaufstieg des Liliensteins, in der Wolfschlucht, an den Raaben- und  Brüdersteinen sowie am Tunnel Königsplatz im Hinterhermsdorfer Gebiet sind Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung ebenfalls mit der Sanierung schadhafter Wanderwege befasst. Hier müssen unter anderem Trittschäden, Entwässerung und Stufen repariert werden.

Die Kosten dieser Daueraufgaben im Nationalpark betragen durchschnittlich 500.000 Euro jährlich und werden vom Staatsbetrieb Sachsenforst getragen. Außerhalb des Nationalparks sind die Kommunen für Wanderwege und deren Unterhaltung zuständig.

Aktuelle Wegeinformationen unter http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/aktuelles/wegeservice-und-wegeinfo/

Bauarbeiten an der Heiligen Stiege_Foto Archiv Nationalparkverwaltung_S.Klingner

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, S. Klingner

Steiler Arbeitsplatz: Mitarbeiter der Radebeuler Firma Löwinger sanieren die Steiganlagen  der Heiligen Stiege – auch an anderen Stellen im Gelände bringt die Nationalparkverwaltung derzeit Wege und Stufen auf Vordermann.


22.06.2016

Nationalpark ist auf Deutschen Wandertag vorbereitet

500 km Wanderwege, das dichteste Wegenetz in einem deutschen Nationalpark, stehen auch für die Besucher des größten deutschen Wandereignisses bereit. Rund ein Drittel aller geplanten geführten Wanderungen finden im Nationalpark statt. Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung beteiligen sich aktiv bei weiteren Angeboten für die wandernden Gäste.

Teil des Wegenetzes im steilen Felsgelände sind 80 Steiganlagen jeglicher Art, mit einer Gesamtlänge von 23 Kilometern, auf denen fitte Wanderer eine Höhe von über 5.000 Höhenmetern überwinden können. Über 1.600 Einzelwegeweiser ermöglichen sichere Orientierung und 102 Informationstafeln – rund ein Viertel davon gerade inhaltlich überarbeitet – halten an den Eingängen zum Nationalpark die wichtigsten Informationen bereit. Dank dieser Infrastruktur bietet das Wegenetz intensives Naturerlebnis für die Besucher. Jenseits der Wege stehen dauerhaft störungsarme Gebiete als Lebensraum für die Tierwelt zur Verfügung. Voraussetzung ist die Einhaltung des Wegegebots im Nationalpark.

Die Nationalparkverwaltung im Staatsbetrieb Sachsenforst unterhält das aufwändige Wanderwegenetz im Nationalpark mit allen Sondereinrichtungen. Außerhalb des Nationalparks müssen die Gemeinden für diese touristische Infrastruktur aufkommen.

Mancherorts sind die Wanderwege noch von den Starkniederschlägen der jüngeren Vergangenheit gezeichnet. Mit Wanderschuhen sind diese Passagen jedoch leicht zu bewältigen.

Ausnahmen sind die Wege durch die Altendorfer Dorfbachklamm Richtung Kirnitzschtal, die durch große Wassermassen komplett zerstört wurden. Hier bieten sich die Umleitungen über Panoramaweg Richtung Bad Schandau und Grauer Graben (Blauer Strich ab Parkplatz am Kiefricht) oder ab Mittelndorf Abstieg in Richtung Forsthaus an.

Wie bereits berichtet sind an der Basteiaussicht alternative Aussichten für die im Rahmen der Sanierungsarbeiten gesperrte vordere Aussichtskanzel vor Ort ausgeschildert. Auch im Nassen Grund sind die Umgehungswege dank Ausschilderung leicht zu finden.

Wanderer im Nationalpark

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Mike Jäger

500 Kilometer Wegenetz stehen im Nationalpark Sächsische Schweiz auch für den Deutschen Wandertag zur Verfügung. Das ist das dichteste Wegenetz in einem deutschen Nationalpark. Mit drei Millionen Besuchern liegt der einzige Nationalpark Sachsens auch bei der Besucherzahl ganz weit vorne.


17.06.2016

Grundhafte Sanierung des Notweges nach Ostrau im Nationalpark

Ab kommenden Montag, den 20.06. wird die Nationalparkverwaltung den Notweg nach Ostrau durch den Nassen Grund grundhaft sanieren.

Technisch handelt es sich vor allem um eine anspruchsvolle Sanierung einer aus Sandstein bestehenden Stützmauer. Deren Standfestigkeit ist nicht mehr gegeben. Die Nationalparkverwaltung ließ Gutachten und Genehmigungs- sowie technische Planungen erstellen und holte die erforderliche naturschutzrechtliche Genehmigung ein. Damit hat sie die Voraussetzungen für die Arbeiten geschaffen.

Im Hochwasserfall kann die Erreichbarkeit des Bad Schandauer Ortsteils Ostrau nur per Einbahnstraßenregelung über den Nassen Grund und den Ostrauer Berg gewährleistet werden.

Bad Schandaus Bürgermeister Thomas Kunack: „Für die Stadt Bad Schandau, ist es von großer Bedeutung, dass die Erreichbarkeit von Ostrau mit der Kurklinik auch im Notfall sicher gewährleistet ist. Wir sind der Nationalparkverwaltung mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst dankbar, dass diese Investition und Baumaßnahme trotz Lage im Nationalpark möglich ist.“

Wanderer finden ab dem Kirnitzschtal Umleitungshinweise über die attraktiven Wege wie Eulentilke, Butterweg oder Jordanweg vor. Damit können auch alle Wanderer des Deutschen Wandertages die Baustelle gut passieren.

Dr. Dietrich Butter: „Für die Nationalparkverwaltung ist es ein Anliegen, dass an dieser Stelle keine Sicherheitslücke entstehen kann, wenn wieder ein Hochwasser die Erreichbarkeit von Ostrau in Frage stellt. Deshalb haben wir uns bei unserer Geschäftsleitung des Staatsbetriebes Sachsenforst für die Investition in Höhe von mehreren hunderttausend Euro eingesetzt und sind froh, hier die notwendige Unterstützung erhalten zu haben. Die Bauausführung wird ein Unternehmen aus der Region übernehmen. Wanderer bitten wir für die Bauzeit um Verständnis, sind uns aber sicher, dass wir mit den ausgewiesenen Umleitungen attraktive Wege anbieten können.“

Archiv Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz; Katrin Jäpelt

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz; Katrin Jäpelt

Diese altehrwürdige Stützmauer des Waldweges im Nassen Grund im Nationalpark muss für eine sichere Befahrbarkeit im Hochwasserfall grundhaft saniert werden. Dies ist erforderlich aufgrund der Funktion als Notweg für den Bad Schandauer Ortsteil Ostrau.


16.06.2016

Pressemitteilung des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements:

Basteiaussicht – erweiterte Sicherungsmaßnahmen erforderlich

Basteibrücke und alle anderen Aussichten sowie das Basteihotel ohne Einschränkung zugänglich

Im Zuge der aktuell laufenden Sicherungsarbeiten wurden neue Erkenntnisse zur Festigkeit und Standsicherheit der zu sanierenden Felsbereiche des Basteifelsens gewonnen. Das erfordert eine Anpassung der Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen.

Was anhand der Messergebnisse, die über rund ein Jahr ermittelt und ausgewertet wurden, nicht absehbar war, zeigten die letzten jeweils drei Meter langen Bohrungen, die zur Vorbereitung der eigentlichen Sicherungsarbeiten dienten. Wie uns Fachleute vom beauftragten Ingenieurbüro nach Auswertung dieser Bohrungen bestätigten, müssen die Felsbereiche unterhalb der beliebten Aussicht doch umfangreicher saniert werden als zunächst angenommen.

Aufgrund dieser aktuellen Ergebnisse sind weitergehende Untersuchungen sowie zusätzliche Planungsschritte und Maßnahmen zur Felssicherung notwendig. Diese werden parallel zur laufenden Sanierung erarbeitet. Darüber werden wir Sie wie gewohnt informieren.

Bis zur Umsetzung dieser Maßnahmen sind die vorderen zehn Meter der Basteiaussicht vorübergehend nicht begehbar.

Für den Zeitraum des deutschen Wandertages weisen der Tourismusverband Sächsische Schweiz, Herr MdB Klaus Brähmig und die Nationalparkverwaltung darauf hin, dass alle anderen Höhepunkte im Basteigebiet wie die weltberühmte Basteibrücke, die Felsenburg Neurathen mit ihren vielen spektakulären Ausblicken und das Berghotel Bastei mit Restaurant ohne Einschränkung zugänglich sind. Vor allem die zahlreichen nahezu gleichwertigen Aussichten im Umfeld der Bastei, die sonst ein wenig im Schatten der berühmten Aussichtkanzel stehen, wie die „Tiedgeaussicht“ und das sogenannte „Kanapee“ bieten Vergleichbares für Auge und Herz und sind leicht erreichbar direkt am Abstieg nach Kurort Rathen kurz unterhalb der Basteibrücke.


27.01.2016

Wieder neue Angebote für Wanderer und Radfahrer im ÖPNV 2016

Aktionsgruppe „Fahrtziel Natur Sächsische Schweiz“

Heute trafen sich 24 Vertreter aus Verkehrsbetrieben, Gemeinden und dem Landratsamt aus Sachsen und Böhmen im Bad Schandauer Nationalparkzentrum, um sich gegenseitig über die Aktivitäten im Jahr 2016 zu informieren und diese zum Wohle der Fahrgäste zu vernetzen. Dieses Forum arbeitet seit 2011 auf Einladung der Nationalparkverwaltung.

Neu ab der Saison 2016 ist beispielsweise die „Steinelinie“. Ein Wanderbus (244), der Wanderer achtmal täglich zu allen großen Tafelbergen – den „Steinen“ – im Gebiet links der Elbe bringt. Der Bus fährt an den Wochenenden in der Saison ab Nationalparkbahnhof Bad Schandau.

Kollegen aus der Böhmischen Schweiz berichteten, dass die Buslinie 434 von Děčín nach Krásná Lípa über Hřensko künftig im Stundentakt fährt.

Eine sehr positive Auslastung kann die Nationalparkbahn (U 28) verzeichnen. Die begehrte Bahn durch das Elb- und Sebnitztal nach Rumburk nutzen neben vielen Touristen auch viele einheimische Pendler.

Die „Schrammsteintour“ der Sächsischen Dampfschiffahrt hat Ihr Angebot an nunmehr zwei Tagen auf die besucherfreundliche Abfahrt 17 Uhr ab Anleger Bad Schandau gelegt.

All diese Neuerungen wird die Nationalparkverwaltung zu Saisonbeginn in der Broschüre „Touristische Fahrpläne Sächsisch – Böhmische Schweiz“ veröffentlichen.

Der Leiter der Nationalparkverwaltung Dr. Dietrich Butter freut sich über die vielen Initiativen der Verkehrsbetriebe und der Gemeinden: „ Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz unterstützt den öffentlichen Nahverkehr jedes Jahr mit Geldern aus den Parkgebühren im Nationalpark, um die negativen Auswirkungen des Autoverkehrs auf den Nationalpark zu verringern. Noch wichtiger bei Treffen wie diesen ist jedoch die gegenseitige Information über Angebote und die Abstimmung von gemeinsamen Initiativen, die dabei entstehen. Wir sind dankbar, dass in diesem innovativen Netzwerk alle relevanten Unterstützer zusammenarbeiten.“

Hintergrund:

Der Sächsische Schweiz ist seit 2003 Mitglied in der Kooperation „Fahrtziel Natur“. Daran beteiligen sich aktuell  22 Großschutzgebiete, auch aus der Schweiz und Österreich. Das Projekt von vier großen deutschen Umweltverbänden und der Deutschen Bahn wird als Kommunikationsplattform in jedem Schutzgebiet auf seine Art betrieben.

Die Sächsisch-Böhmische Schweiz kann im Rahmen dieser Initiative mit ausgezeichneten und immer mehr im Ausbau befindlichen Angeboten auf Schiene, Straße und zu Wasser, glänzen – zunehmend auch grenzüberschreitend. Bereits zweimal seit 2011 wurden die Initiativen hier vor Ort

Mehr als bisher sollen die schätzungsweise fünf bis sieben Millionen Urlaubsgäste der gesamten Region überzeugt werden, ihr Auto im Urlaub stehen zu lassen. Dies gelingt immer besser, da die Angebote im ÖPNV sowie die Reiseketten – das ist die Kombination verschiedener Verkehrsmittel bei einer Fahrt – beispielsweise Bus mit Bahn oder Schiff mit Bahn – attraktiv gestaltet sind. Damit soll der derzeit geringe Anteil von 7 bis 10 Prozent an Urlaubsgästen, die mit dem Zug anreisen; erhöht werden.

Auch die vielen Tagesgäste müssen mehr auf die Angebote des ÖPNV aufmerksam werden, damit extreme Verkehrssituationen mit vielen falsch parkenden PKW im Kirnitzschtal künftig vermieden werden können.


25.01.2016

Führung „Klettern und Naturschutz“

Was haben Kletterregeln mit Naturschutz zu tun? Kann man überhaupt felsschonend und naturverträglich klettern? Und wie könnte der Spagat zwischen Erhalt der Tradition und Integrieren von modernen Einflüssen in der Sächsischen Schweiz gelingen? Zu diesen und anderen Fragen möchten Experten am Sonnabend, den 16. April 2016, bei einer kleinen Wanderung mit Interessierten ins Gespräch kommen. Thomas Böhmer vom Sächsischen Bergsteigerbund und Andreas Knaak von der Nationalparkverwaltung führen die Teilnehmer ins Schmilkaer Felsengebiet. Start der Exkursion ist um 9.30 Uhr in Schmilka am Parkplatz. Die Tour dauert etwa vier Stunden und erfordert normale Wandertüchtigkeit. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos.


08.12.2015

Einweihung Nationalparksymbol auf der Bastei

Abschluss des Jubiläumsjahres 25 Jahre Nationalpark Sächsische Schweiz

Am heutigen Montag weihte der Leiter der Nationalparkverwaltung Dr. Dietrich Butter mit Bürgermeister Jörg Mildner und Tourismusverbandschef Klaus Brähmig in der Nähe der Bastei einen neuen Symbolstein für den Nationalpark Sächsische Schweiz ein.

Rund 1,5 Millionen Besucher kommen jährlich zur Bastei, darunter ein zunehmender Anteil internationaler Gäste. Der neue Stein mit dem großformatigen Logo des Nationalparks weist künftig darauf hin, dass der Freistaat Sachsen hier zum Schutz der einmaligen Fels- und Waldnatur einen Nationalpark eingerichtet hat. Übersichtliche Infotafeln in acht Sprachen empfangen künftig auch internationale Gäste mit wesentlichen Informationen.

Dr. Dietrich Butter: „Mit der Einweihung des Nationalparksymbols an der Bastei können wir Gäste künftig besser an dieser wichtigen Stelle im Nationalpark empfangen und finden einen würdigen Abschluss für unser Jubiläumsjahr. Wir sind froh und ein wenig stolz über die gelungene Gestaltung. Sie ist das Ergebnis eines internen Wettbewerbs innerhalb der Mitarbeiter unserer Verwaltung.“

Die kleine Anlage mit dem großen Stein und vier Infotafeln hat alle erforderlichen Genehmigungen erhalten. Auf die Minimierung des Eingriffs in Natur und Landschaft wurde geachtet.

Der Stein stammt aus dem Reinhardsdorfer Steinbruch, den Feinschliff und die Ausarbeitung für das metallene Logo hat die Dresdener Steinmetzwerkstatt Hempel übernommen und die Papstdorfer Firma Landschaftspflege und Landschaftsbau Born die Geländegestaltung.

Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge trug mit einer Spende in Höhe von 500 Euro anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Nationalpark zur Gesamtgestaltung bei.


04.12.2015

Aktuell und informativ – Infotafeln für Besucher des Nationalparks überarbeitet

 Seit über 20 Jahren kennt sie jeder Besucher – die Informationstafeln an den Hauptzugängen des Nationalparks. 25 der informativen Tafelsysteme hat die Nationalparkverwaltung in diesem Jahr mit neuen Inhalten und neuem Ständerwerk komplett überarbeitet, so dass sie jetzt eine bessere Orientierung und mehr Informationen zur Natur bieten.

An den Karten der jeweiligen Infotafeln können Besucher Ihre Touren künftig besser planen. Genauso werden Informationen zur Naturausstattung der näheren Umgebung vorgestellt. Für ein gutes Miteinander von Mensch und Natur im Nationalpark sind die Verhaltensregeln und Sicherheitshinweise in bewährter Form mit Piktogrammen veranschaulicht und kurz erläutert, neuerdings auch in tschechischer und englischer Sprache. Auch Hinweise auf die Gefährdung durch herabfallende Äste und die stellenweise bestehende Felssturzgefahr sind enthalten, denn das Betreten des Nationalparks geschieht auf eigene Gefahr.

Die Erneuerungen der bekannten Tafeln mit ihrem markanten Holzrahmen und Dächern sind Teil eines mehrjährigen Programms im gesamten Nationalparkgebiet, bei dem insgesamt über 100 komplexe Tafelsysteme für Besucher, Wander- und Kletterfreunde aktualisiert werden.

Pressesprecher Hanspeter Mayr: „Man sieht nur, was man weiß – das gilt vor allem auch in der Natur. Mit dieser Absicht bieten unsere neuen Infotafeln echten Mehrwert für den Wanderausflug unserer Besucher. Natürlich geht es an den Eingängen zum Nationalpark auch um die Regeln, die notwendig sind, damit die Natur erhalten bleibt und auch künftig den Besuchern ursprüngliches Naturerlebnis ermöglicht.“

Weitere Informationen: http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/besucherinformation/verhalten/

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Ulrich Augst Informationen für Besucher im Nationalpark müssen aktuell gehalten werden. Wie hier im Kirnitzschtal an der Ostrauer Mühle hat Frank-Rainer Richter von der Nationalparkverwaltung in diesem Jahr 25 neue Tafelsysteme gestaltet und deren Montage koordiniert und umgesetzt.

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Ulrich Augst

Informationen für Besucher im Nationalpark müssen aktuell gehalten werden. Wie hier im Kirnitzschtal an der Ostrauer Mühle hat Frank-Rainer Richter von der Nationalparkverwaltung in diesem Jahr 25 neue Tafelsysteme gestaltet und deren Montage koordiniert und umgesetzt.


24.11.2015

Gemeinsame Medieninformation der Arbeitsgruppe Wegekonzeption im Nationalpark Sächsische Schweiz und der Nationalparkverwaltung

Arbeitsgruppe Wegekonzeption beschließt Öffnung des Oberen Fremdenweges im Nationalpark

Einstimmig verabschiedete Kompromisslösung wird von Dritten unterlaufen

Der Bergpfad Oberer Fremdenweg führt künftig als zweiter Zugang zum historischen Jagdpavillon auf dem Kleinen Winterberg in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz. Nach langjähriger Diskussion und mehreren Ortsterminen in der Arbeitsgruppe Wegekonzeption (AG Wege) wurde dieser Kompromiss erarbeitet. Mit der Öffnung des Weges wird dokumentiert, dass es alle Beteiligten ernst meinen mit dem dynamischen Wegekonzept. Die Nationalparkverwaltung hatte erhebliche naturschutzfachliche Bedenken gegen die Öffnung des Weges, der künftig eines der im Nationalpark seltenen größeren ungestörten Gebiete durchschneidet.

Mit einer eher unauffälligen Markierung als Bergpfad – grüner Pfeil auf grauem Grund – soll erreicht werden, dass Gebietskenner den Weg als Alternative zum weiterhin bestehenden jetzigen Zugang finden, insgesamt aber der Ruhecharakter des Gebietes erhalten bleibt.

Bedauerlich für alle an der Diskussion Beteiligten, vor allem aber für die Entwicklung des Nationalparks ist es, dass die Nationalparkwacht nur wenige Tage nach Bekanntwerden dieser Entscheidung einen Wanderer antraf, der eigenmächtig einen dritten Weg zum Pavillon am Kleinen Winterberg freisägte.

Die Mitglieder der AG Wege verurteilen das illegale Vorgehen des Sägers. Es konterkariert den von allen Beteiligten ausgehandelten Kompromiss, der sowohl naturschutzfachliche als auch touristische sowie traditionelle Belange der Wanderer berücksichtigt.

Die Nationalparkverwaltung hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Leider sind gesetzeswidrige Maßnahmen wie diese keine Einzelfälle.

Nationalparkleiter Dr. Dietrich Butter: „ Mit dem abgestimmten Wegekonzept bietet unser Schutzgebiet mit Abstand das dichteste Wegenetz in einem deutschen Nationalpark. 400 km gekennzeichnete Wege erschließen alle schönen Schluchten, Felsen und unsere 100 Aussichten. Dies ist erlebnisreich für unsere Besucher, führt jedoch zu erheblicher naturschutzfachlicher Kritik am Nationalpark. Dieser Kritik halten wir stand, wenn sich Besucher an die Regeln halten. Die illegalen Aktivitäten unterlaufen diese Anstrengungen auf das Heftigste. Wo wir das können, werden wir dieser Entwicklung entgegenwirken. Das sind wir auch unserem Schutzauftrag und den Teilnehmern der AG Wegekonzeption im Nationalpark schuldig.“

Prof. Heinz Röhle, der Moderator der AG Wegekonzeption im Nationalpark: „Die illegalen Aktivitäten Einzelner gefährden den Wegekompromiss im Nationalpark. Neben den Schäden für die Natur stößt dies auch die Mitglieder der AG Wege und die Mitglieder der Verbände und Institutionen, die sie vertreten vor den Kopf. Ich kann hier nur appellieren, solche Aktionen zu unterlassen.“

Hintergrundinformation:

„K(r)ampf um Wanderwege“, „Wandern hinter Zäunen“, „Irre! 190 km Wanderwege dicht“, das waren im Herbst 1998 die Schlagzeilen zu Beginn der Diskussionen um die Wegekonzeption im Nationalpark Sächsische Schweiz. Ein entscheidendes Instrument zur Versachlichung der Diskussion, und um ein abgestimmtes Ergebnis zu erreichen, war die Gründung der Arbeitsgruppe Wegekonzeption im Nationalpark durch das SMUL und den SBB, die erstmalig im März 1999 zusammen trat.

Haupt- und ehrenamtliche Vertreter von Wander- und Bergsportverbänden, Naturschutzverbänden, der Gemeinden der Nationalparkregion, des Tourismusverbandes und der Forst- sowie Nationalparkverwaltung ist es damals geglückt, eine von allen mitgetragene Wegekonzeption zu erarbeiten. Die von Prof. Heinz Röhle moderierte Arbeitsgruppe trifft sich bis heute zweimal jährlich und ist ein wichtiges Instrument zur Vertrauens- und Akzeptanzbildung im Nationalpark. Diese Vorgehensweise war bis jetzt tragfähig und ermöglichte jährlich rund 2,9 Millionen Menschen das Naturerlebnis im Nationalpark.

Mit dem Prinzip des dynamischen Wegekonzeptes soll aktuellen Entwicklungen Rechnung getragen werden können. Über die Schließung oder Öffnung von Wegen entscheidet die Gruppe einstimmig.

Der illegale Versuch, einen dritten Weg zum Pavillon auf dem Kleinen Winterberg zu schaffen, fand auf einer alten Wegetrasse statt, die vor 19 Jahren durch einen anderen Zugang ersetzt wurde. Sie führte durch den ältesten und damit wertvollsten Buchenwald im Nationalpark. Damit die bruchgefährdeten Äste und Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht gefällt werden mussten, entschied die Nationalparkverwaltung damals einvernehmlich mit den Wander- und Bergsportverbänden, diesen Weg zu verlegen.

Viele Wanderer fragen sich, wie von ihrer bloßen Anwesenheit Störungen ausgehen können, wenn sie sich doch nur ruhig im Gelände bewegen. Dies beantworten vor allem die scheu und zurückgezogen lebenden Tierarten indirekt selbst mit der Wahl ihres Lebensraumes – sie siedeln sich nur dort an, wo sie spüren, dass von Menschen keine Gefahr oder Störung für sie ausgeht. Tiere nehmen den Menschen dank ihrer hervorragenden Sinnesleistungen optisch, akustisch und auch über den Geruch viel früher war, als wir uns das vorstellen können. Sie fliehen also wesentlich früher, bevor wir ihre Anwesenheit überhaupt bemerken.

Viele der Tierarten reagieren beispielsweise, indem sie ihre Tagaktivitäten komplett in die Nacht verlagern und sich tagsüber vor den Besuchern verstecken.

Mit den ansteigenden Besucherzahlen, teilweise auch zu sehr frühen und sehr späten Tageszeiten, dem Freiübernachten außerhalb der zugelassenen Boofen, dem illegalen Feuern und dem Geocaching abseits der Wege sind nur einige Outdooraktivitäten zu nennen, die diesen Lebensraum zeitlich und räumlich stärker einengen und unser Nationalpark deshalb für viele geschützte Tierarten leider immer seltener als Rückzugsraum attraktiv ist.

Großflächigere ungestörte Räume und die Einhaltung des Wegegebots sind die einzige Möglichkeit, diesen geschützten Tierarten einen Lebensraum anzubieten.

Rechtlicher Hintergrund der Nationalparkverordnung:

Mit dem Schutz als Nationalpark wird zuerst folgender Schutzzweck verfolgt:

  • Erhalt und Wiederherstellung von Eigenart, Schönheit und naturräumlicher Vielfalt des Elbsandsteingebirges
  • Das Zulassen der ungestörten Abläufe natürlicher Prozesse,
  • Schutz offener Felsbildungen und naturnaher Wälder mit den dort vorhandenen Lebensräumen
  • Erhalt und Entwicklung der von Natur aus heimischen Pflanzen- und Tierarten

Ferner bezweckt der Nationalpark

  • der Bevölkerung das Naturerleben zu ermöglichen (Erholungsfunktion)
  • Über die natürliche Entwicklung zu forschen
  • Landeskundlich wertvolle Flächen zu erhalten

Nicht alle Schutzfunktionen können auf derselben Fläche realisiert werden. Insbesondere dem konfliktarmen Nebeneinander von Schutz- und Erholungsfunktion dient die Einrichtung der Kernzone mit ihren gekennzeichneten Wegen. Abseits dieser Wege liegen die naturschutzfachlich wichtigsten Bereiche des Nationalparks mit dem Schutz der Fauna vor Störungen und der Flora vor Trittbelastung.


12.11.2015

Junge Leute absolvieren Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark-Jubiläumsjahr

25 Jahre Partnerschaft mit Commerzbank – Modell des Liliensteins in der Bankfiliale in Pirna zu sehen

 Seit 25 Jahren engagiert sich die Commerzbank im Naturschutz, indem sie Praktikumsplätze in Nationalparks finanziert. Im Nationalpark Sächsische Schweiz besteht eine solche Partnerschaft mit der Filiale in Pirna seit 1991. Derzeit bereichern zwei Commerzbank-Umweltpraktikanten das Team der Nationalparkverwaltung in Bad Schandau: Henrike Klammer, 25, studiert Geografie in Dresden, und Kevin Kultscher, 23, der in Halle Geografie studiert. Untergebracht sind die beiden an der Bildungsstätte des Nationalparks „Auf der Sellnitz“ am Fuße des Liliensteins. Dies ist das schönste Praktikum, das ich bisher gemacht habe“, meint Kevin. „Es ist abwechslungsreich, da man viel draußen unterwegs ist, aber man kommt auch zur Ruhe. Und mit den netten Arbeitskollegen verstehe ich mich super.“

Zu den Aufgaben der Praktikanten gehört es, bei Bildungsprogrammen mit Kindern und Jugendlichen als Lehrkräfte zu unterstützen. Das heißt, sie führen Schulklassen durch die Nationalpark-Natur. Während ihrer drei Praktikumsmonate hier widmen sie sich außerdem einem eigenen Projekt: Sie haben ein Modell des Liliensteins mit der Umweltbildungsstätte Sellnitz kreiert. Seit gestern ist es in der Commerzbankfiliale in Pirna ausgestellt als Dank für 25 Jahre Umweltpraktikum.

„Ich liebe die Natur und Kinder, deshalb bin ich hier“, sagt Henrike. „In diesem Praktikum bietet sich mir die Möglichkeit, diese beiden Vorlieben zu vereinen. Außerdem kann ich auf diesem Wege den Kindern die Einzigartigkeit der Natur ans Herz legen und mein Möglichstes geben, bei ihnen ein Bewusstsein für diese zu schaffen.“

Weitere Infos und Bewerbung noch bis zum 15.01.2016 unter: umweltpraktikum.com oder http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/umweltbildung/jobs-und-praktika/commerzbank-umweltpraktikum/

 

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Hanspeter Mayr Gesa Pogarell, Abteilungsdirektorin der Commerzbankfiliale in Pirna freut sich über die Abwechslung im Schalterraum. Commerzbankpraktikantin Henrike Klammer hat mit ihrem Kollegen Kevin Kultscher die Bildungsarbeit im Nationalpark an der Umweltbildungsstätte Sellnitz mit dem Lilienstein im Maßstab 1:5000 dargestellt. Commerzbankkunden können sich bis zum Jahresende an dem liebevoll gestalteten Modell erfreuen.

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Hanspeter Mayr

Gesa Pogarell, Abteilungsdirektorin der Commerzbankfiliale in Pirna freut sich über die Abwechslung im Schalterraum. Commerzbankpraktikantin Henrike Klammer hat mit ihrem Kollegen Kevin Kultscher die Bildungsarbeit im Nationalpark an der Umweltbildungsstätte Sellnitz mit dem Lilienstein im Maßstab 1:5000 dargestellt. Commerzbankkunden können sich bis zum Jahresende an dem liebevoll gestalteten Modell erfreuen.

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Finn Moskopp Ein Praktikum im Nationalpark kann richtig Spaß machen: Henrike Klammer und Kevin Kultscher genießen die Arbeit in herbstlicher Natur.

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Finn Moskopp

Ein Praktikum im Nationalpark kann richtig Spaß machen: Henrike Klammer und Kevin Kultscher genießen die Arbeit in herbstlicher Natur.


03.11.2015

Impulse des Nationalparkjubiläums jetzt auf Youtube

Wertvolle Impulse brachte die Jubiläumsveranstaltung in Sebnitz vor wenigen Wochen, bei der Experten und Entscheidungsträger aus der Region die Entwicklung des Nationalparks bewerteten und diskutierten. Die Hinweise reichten von der Erweiterung des Nationalparks bis hin zu mehr natürlicher Waldentwicklung und Statements zum Wegekonzept.

Videoclips der von mdr Moderator Thomas Bille geleiteten Diskussion, unter anderem mit Umweltminister Thomas Schmidt, hat die Nationalparkverwaltung nun auf ihrer Internetseite eingestellt. Damit können auch diejenigen die Aussagen, die vom Podium kamen, verfolgen, die nicht bei der Veranstaltung dabei waren oder Gäste können die Aussagen noch einmal nachvollziehen. Die Videobotschaft von Ministerpräsident Stanislaw Tillich ist ebenfalls hier zu sehen.

Der Leiter der Nationalparkverwaltung Dr. Dietrich Butter freute sich sehr über die positiven und konstruktiven Statements: „Für uns als Verwaltung von Sachsens einzigem Nationalpark ist die Akzeptanz und Unterstützung unmittelbar aus der Region sehr wichtig. Der Nationalpark muss zusätzlich bundesgesetzlichen Regeln und internationalen Kriterien gerecht werden. Die Impulse, die wir dafür während der Jubiläumsfeier erhalten haben, werden unsere Arbeit der nächsten Jahre wesentlich befördern. Dafür bin ich unseren Gastrednern sehr dankbar.“

http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/der-nationalpark/25-jahre-nationalpark-saechsische-schweiz/

Die Nationalparkverwaltung dankt den Gastrednern für die Zustimmung zur Veröffentlichung der Beiträge im Internet:

  • Ministerpräsident Stanislaw Tillich
  • Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Thomas Schmidt
  • Oberbürgermeister der Stadt Sebnitz Mike Ruckh
  • Vorsitzender des Tourismusverbandes MdB Klaus Brähmig
  • Bürgermeister Stadt Wehlen Klaus Tittel
  • Moderator der AG Wege Prof. Heinz Röhle
  • Vorsitzender EUROPARC Deutschland e.V. Karl-Friedrich Sinner
  • Direktor Nationalpark Böhmische Schweiz PD Pavel Benda.

 


15.10.2015

Umfrage zum Naturerlebnis in Deutschland gestartet

Nationalpark ist Teil der Befragung – Teilnehmern winken attraktive Preise

Noch bis Mitte Dezember läuft eine zehnwöchige Online-Umfrage zum Reiseverhalten von Natururlaubern in Deutschlands schönsten Landschaften. Durchführende sind EUROPARC Deutschland e. V., dem Verband Deutscher Naturparke e. V. und BTE Tourismus- und Regionalberatung. Im Fokus der Untersuchung stehen die 16 Nationalparks, 16 Biosphärenreservate und 104 Naturparks. Alle zusammen bedecken rund ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands.

Mit dem „Naturerlebnis-Monitor Deutschland“ soll herausgefunden werden, welche Motive Tages- und Übernachtungsgäste für ihren Natururlaub oder Tagesausflug in die Nationalen Naturlandschaften haben, welche Aktivitäten sie unternehmen, was sie erwarten und wie bekannt die Nationalen Naturlandschaften sind. Ziel der Studie ist es, die Angebote des Naturtourismus in den Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse der Umfrage werden im März kommenden Jahres auf der Tourismusmesse ITB in Berlin vorgestellt.

Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz bittet alle Einwohner und Gäste des Nationalparks, an der Umfrage teilzunehmen und mit ihren Erfahrungen im Urlaub oder auf einem Tagesausflug dazu beizutragen, die Naturerlebnisangebote hier oder auch in den anderen deutschen Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks, die sie schon bereist haben, zu verbessern.

Für die Teilnehmenden der Befragung gibt es attraktive Preise zu gewinnen, wie z.B. ein Wochenende für zwei Personen in der Lüneburger Heide oder Rucksäcke von der Marke Fjällräven.

Für die Befragung benötigen Sie etwa 10-15 Minuten.

Interessenten können sich über die Website www.naturerlebnis-deutschland.de an der Befragung beteiligen.

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Hanspeter Mayr

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Hanspeter Mayr

Die Felsenwelt im Nationalpark Sächsische Schweiz mit über 100 Aussichtspunkten bietet besonders intensive Naturerlebnisse, die durch den Perspektivwechsel noch reizvoller werden.


24.09.2015

Waldpflege im Nationalpark beginnt wieder

Arbeitsorte und Wegesperrungen im Internet zu sehen

Nach dem Ende der Brut- und Vegetationszeit sind wie jedes Jahr in den Nationalparkrevieren der Sächsischen Schweiz zwischen Hinterhermsdorf und Lohmen die Waldpflegearbeiten angelaufen. Besucher werden vor allem in den Randbereichen vereinzelt auf Waldarbeiter und Maschinen treffen. Auch das entnommene Holz wird – am Wegesrand gelagert – intensiver in die Wahrnehmung der Besucher dringen. Die Häufung an den Eingangsbereichen des Nationalparks hängt mit der leichteren Erreichbarkeit und besseren Erschließung zusammen, die in früherer Zeit zu einer intensiveren Nutzung führte. Damit haben uns die Vorfahren in diesen Bereichen heute naturferne Wälder hinterlassen, die die Nationalparkverwaltung heute mit größerem Aufwand aktiv umbauen muss.

Ein gutes Beispiel sind die Wälder entlang der Zeughausstraße im Nationalparkteil Hintere Sächsische Schweiz unterhalb des Kleinen Winterbergs. Hier ist die früher häufig angepflanzte Fichte noch zu einem großen Anteil vertreten. Auch viele Roteichen, Lärchen und Douglasien prägen diesen Wald, der damit als naturfern eingestuft werden muss. Nationalparkrevierleiter Ralf Schaller organisiert die Durchforstung in diesem Waldbereich so, dass eine Entwicklung zu einem naturnäheren Wald beginnen kann und typische Baumarten für diese Standorte wie Buche, Eiche, Kiefer und auch die Weißtanne künftig die Entwicklung dominieren können.

Diese Eindrücke dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Wälder im Nationalpark Sächsische Schweiz bereits zu über 53 Prozent nach dem Motto „Natur Natur sein lassen“ entwickeln ohne dass der Mensch noch eingreift. Häufig sind dies die entlegeneren felsigen Gebiete, die auch für Besucher attraktiver sind.

Jährlich finden Waldpflegearbeiten auf rund 330 ha der Fläche des Schutzgebiets statt, um die Wälder naturnäher zu gestalten. Das sind rund dreieinhalb Prozent der Gesamtfläche von Sachsens einzigem Nationalpark. Bis 2020 sollen zwei Drittel, 2030 können drei Viertel der Nationalparkfläche wieder sich selbst überlassen werden.

Sofern Wanderwege von den Arbeiten betroffen sind, wird dies rechtzeitig im Gebiet kenntlich gemacht und bei Sperrungen weist die Nationalparkverwaltung auf Umleitungswege hin. Besucher werden aus Sicherheitsgründen gebeten, den Anweisungen der Forstarbeiter Folge zu leisten. Die Nationalparkverwaltung bittet hierfür um Verständnis. Wenn Schäden an Wegen auftreten, werden diese nach Abschluss der Maßnahmen wieder repariert.

Wanderer und Einheimische können sich über die einzelnen Arbeitsorte auf der Internetseite der Nationalparkverwaltung informieren und erfahren, ob Wanderwege gesperrt werden mussten: http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/aktuelles/wegeservice-und-wegeinfo/


02.09.2015

Gemeinsame Medieninformation der Feuerwehr der Stadt Bad Schandau und der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz:

 Brand im Nationalpark nach drei Tagen gelöscht

Heute Mittag um 12:00 Uhr konnte Frank Puhl, Einsatzleiter der Feuerwehr Bad Schandau den Brand in den Affensteinen im Nationalpark Sächsische Schweiz offiziell als gelöscht erklären, nachdem erneut 66 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Nationalparkregion Sächsische Schweiz noch vorhandene Glutnester in dem unwegsamen Gelände abgelöscht haben.

Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung werden noch rund eine Woche die Brandwache über die am Montag Abend entdeckte Brandstelle übernehmen.

Unter enormen Aufwand waren am gestrigen Dienstag 95 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren über 12 Stunden im Einsatz. 22 Einsatzfahrzeuge, darunter sechs Tanklöschfahrzeuge sowie Unterstützung durch die Bergwacht und die Bundespolizei waren erforderlich. 230.000 Liter Löschwasser mussten in und auf die Felsen bewegt werden. Die hierfür erforderliche Schlauchleitung war 1.200 Meter lang. Mit drei Pumpen musste die Höhendifferenz von rund 100 Metern überwunden werden. Dank der Leistung des Löschhubschraubers der Bundespolizei konnte die Einsatzdauer um zwei bis drei Tage verringert werden.

Einsatzleiter Frank Puhl: „So ein gedankenloser Umgang mit Feuer passt nicht zum Aufenthalt von Naturfreunden in der Natur. Die Löscharbeiten in dem schwierigen Gelände waren auch für unsere Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung. Es war gut, dass mit dem Hubschrauber der Einsatz so deutlich verkürzt werden konnte.“

Nationalparkchef Dr. Dietrich Butter ist den Feuerwehren sehr dankbar: „Die Feuerwehren der Sächsischen Schweiz haben unter großem persönlichen Einsatz dafür gesorgt, dass sich der Brand nicht noch weiter ausdehnen konnte. Einen solch immensen Aufwand können wir auf Dauer nicht mehr betreiben. Ich kann nur unseren dringenden Appell erneuern, auf das illegale Feuern im Wald zu verzichten.“

Infokasten:

12 Feuerwehren der Nationalparkregion Sächsische Schweiz waren im Einsatz:

Bad Schandau, Porschdorf, Prossen, Krippen, Schmilka, Waltersdorf , Ottendorf, Reinhardtsdorf, Königstein, Sebnitz, Pabstdorf, Kleingießhübel


01.09.2015

Erneut Waldbrand im Nationalpark

Die Appelle sind offensichtlich ungehört verhallt. Nachdem Anfang Juni bereits zwei Brände in den naturnahen Bereichen des Nationalparks die typische Vegetation der Felsriffe und ein Vogelgelege zerstört haben, mussten Feuerwehren und Nationalparkverwaltung erneut die Meldung eines Brandherdes entgegen nehmen.

Erneut ist die charakteristische Felsriffvegetation betroffen, erneut ging das Feuer eindeutig von einer illegalen Feuer- und Übernachtungsstelle abseits des offiziellen Wegenetzes aus.

Zahlreiche Feuerwehren der Sächsischen Schweiz sind im unwegsamen Felsgelände im Einsatz. Seit heute 11:00 Uhr werden sie unterstützt von einem Hubschrauber der Bundespolizei, da lange Zeit kein Löschwasser bis zum Brandherd gebracht werden konnte.

Gegen die Verursacher des Brandes wurde Strafanzeige gestellt.

Nationalparkleiter Dr. Dietrich Butter: „Nach dem dritten Brand im Nationalpark, der in diesem Jahr von illegalen Feuerstellen ausgeht, möchte ich unseren dringenden Appell an die Besucher des Nationalparks erneuern, solche Aktionen zu unterlassen. Wieder wurde weitere wertvolle Felsriffvegetation in erheblichem Umfang zerstört. Die Feuerwehrleute aus unserer Region müssen sich bei den Löscheinsätzen großen Gefahren in unwegsamen Gelände aussetzen. Ihnen gilt mein besonderer Dank.

Der Einsatz des Löschhubschraubers zieht immense Kosten nach sich. Ich hoffe, dass die Verursacher gefunden und zur Verantwortung gezogen werden. Die Nationalparkwacht wird künftig wieder stärker gegen illegales Feuern vorgehen.“

Der Nationalpark Sächsische Schweiz wird jährlich von rund drei Millionen Gästen besucht. Das ist die höchste Zahl in einem deutschen Nationalpark, vergleichbar mit dem amerikanischen Yellowstone Nationalpark. Dieser ist allerdings 90 mal so groß.

Die weit überwiegende Mehrzahl hält sich an die bestehenden Regeln. Eine Minderheit von sog. „Naturliebhabern“ offensichtlich nicht.

Der Nationalpark kann im 25. Jahr seines Bestehens auch trotz der vielen Besucher eine positive Entwicklung nehmen. Es kommt jedoch darauf an, dass Besucher ausschließlich das 400 Kilometer lange Wegenetz nutzen, keine Feuer abseits der offiziellen Feuerstellen entzünden und ihre Abfälle wieder mit nehmen. Andernfalls wird nicht nur die Entwicklung der Natur Schaden nehmen, sondern auch das Naturerlebnis für die Gäste. Langfristig schadet dies der Tourismuswirtschaft in der Region.

Dies kann vermieden werden, wenn der einfache Ehrencodex aller Naturfreunde „Hinterlasse keine Spuren“ bestmöglich umgesetzt wird.

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Hanspeter Mayr Löschwasserentnahme aus der Elbe: mit großem Einsatz müssen die Feuerwehren der Sächsischen Schweiz und die Nationalparkverwaltung den Brand in unzugänglichem Gelände bekämpfen. Zur Unterstützung forderte die Nationalparkverwaltung einen Hubschrauber der Bundespolizei mit Löschblase an.

Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Hanspeter Mayr

Fotos: Archiv Nationalparkverwaltung, Hanspeter Mayr

Löschwasserentnahme aus der Elbe: mit großem Einsatz müssen die Feuerwehren der Sächsischen Schweiz und die Nationalparkverwaltung den Brand in unzugänglichem Gelände bekämpfen. Zur Unterstützung forderte die Nationalparkverwaltung einen Hubschrauber der Bundespolizei mit Löschblase an.