Arbeitsgruppe Natur- und Umweltschutz

Die Arbeitsgruppe Natur und Umweltschutz befasst sich in ihrem Arbeitsgebiet Sächsische Schweiz mit zahlreichen Umwelt- und Naturschutzfragen, die sich sowohl direkt mit dem Bergsport und seinem Umfeld befassen (u.a. Klettern, Wandern, Boofen) als auch mit weiteren Umweltschutzthemen. Dazu gehören z.B. Tiefflüge, Elbestaustufen, Verkehr, Waldzustand, der Schutz seltener Pflanzen und Tiere (hervorzuheben: Wanderfalkenbewachung), Neophyten bis hin zu Bauvorhaben und zum Elbehochwasser.

Dank der weitgefächerten Themen besteht ein enger Kontakt zum Nationalparkamt Sächsische Schweiz und zu den anderen in der Region aktiven Umweltverbänden. Gemeinsam mit diesen und Bergsportverbänden trifft man sich regelmäßig im Nationalparkamt zu Informationsveranstaltungen. Ein enger Kontakt erscheint wichtig, um sich auszutauschen und Konfrontationen zuvorzukommen. Gute Pressekontakte helfen bei der Öffentlichkeitsarbeit. Eine große öffentlichkeitswirksame Aktion gab es beispielsweise 2005 zu Tiefflügen mit dem Aufhängen von Transparenten im Basteigebiet und Berichten in Tageszeitungen sowie dem mdr-Sachsenspiegel. Regelmäßig werden durch die AG Beiträge im SBB-Mitteilungsblatt geschrieben, um die Informationen der eigenen Mitglieder zu gewährleisten.

In Bergsportfragen haben wir als SBB ein Mitspracherecht, was auch in der Nationalparkverordnung verankert ist. Bestes Beispiel ist unsere Mitwirkung bei den Bergsportverhandlungen und AG Wanderwege zu Klettergipfeln, Kletterregelungen, Wanderwegen, Zugängen, Boofen und Feuern. Diese Themen stellen die Grundlage für die Betätigung im Gebirge dar. In die strategischen Plänen des Nationalparks wie das Nationalpark-Programm bringen wir unsere Meinung ein. Die o.g. zahlreichen Umweltthemen, die über den direkten Bezug mit dem Bergsport hinausgehen, haben schon 1990 zur Gründung der Sächsischen-Schweiz-Initiative (SSI) geführt, die damals 50.000 Unterschriften für den Schutz der Sächsischen Schweiz an den sächsischen Umweltminister übergab und mit anderen Umweltverbänden 1990 und 1992 zwei Demonstrationen in Dresden organisierte. Vorhaben wie der geplante Bau der Autobahn nach Prag in direkter Nähe zum Bielatal konnten 1992 verhindert werden. Seit 1990 gibt die SSI eine dauerhafte Publikation heraus, das SSI-Heft. Die Mitglieder der SSI haben sich auch als Regionalgruppe in der Grünen Liga organisiert und zählen zu den aktiven und personell gut besetzten Umweltverbänden in der Region Sächsische Schweiz.
Enge Kontakte bestehen zwischen unserer AG und der Akademischen Sektion Dresden des DAV, zu anderen DAV-Sektionen in Sachsen sowie dem Naturschutzrerefat des DAV in München. Erstmals konnten wir durch die bundesweite Anerkennung des DAV als Naturschutzverband 2006 eine Stellungnahme zu den geplanten Elbestaustufen in der Böhmischen Schweiz abgeben.

Auch zu den Naturschützern in der angrenzenden Landschaft der Böhmischen Schweiz bestehen gute Kontakte, und es erfolgt eine Weitergabe von Informationen über den Nationalpark Böhmische Schweiz an die Bergsteiger und Wanderer in Sachsen.

Unsere AG bzw. die SSI-Redaktion gewinnt immer wieder neue Mitstreiter. Interessenten können sich in der Geschäftsstelle melden. Auch wenn Ihr nicht viel Zeit habt: Bitte habt keine Bedenken mitzumachen, denn wir versuchen, trotz der heutigen beruflichen Belastungen die ehrenamtliche Arbeit gut zu organisieren und ohne endlose Beratungen auszukommen.

Peter Rölke / Reinhard Wobst