Bibliothek

Die Bibliothek des SBB ist mit 4.000 Wander-, Gebiets- und Kletterführern, 2.100 Landkarten, 300 Lehrbüchern, 900 Erlebnisbüchern und 500 Bildbänden, Historika und Periodika die größte Spezialbibliothek zum Bergsteigen in Sachsen. Insgesamt können mehr als 20.000 Medien ausgeliehen werden. Die SBB-Bibliothek beherbergt auch die Bücher aus dem umfangreichen Bestand der Fritz-Wiessner-Stiftung.

Die Bibliothek ist eine Einrichtung des SBB für seine Mitglieder. Sie wird von den Mitgliedern der AG Bibliothek ehrenamtlich betreut. Ihre Aufgabe ist die Sammlung von Literatur zur Sächsischen Schweiz und anderen Gebirgen. Publikationen aus den Bereichen Naturwissenschaft, Umwelt- und Naturschutz, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Sportwissenschaft werden nur mit Bezug zu Bergen oder Bergsteigen erworben. Die von alpinen Vereinen herausgegebenen Schriften gehören ebenfalls zum Sammelgebiet der Bibliothek.

Bibo

Buchtipp

Bergsteigerdörfer

Nicht erst seit jüngster Zeit werden es immer mehr Aktivurlauber/Bergsteiger, welche Landschaft, Natur und die Berge ohne Massentourismus in ihrer Ursprünglichkeit und in Ruhe zu erleben suchen. Natürlich gibt es noch solche Ziele in den Alpen, aber ein aktiver Bergsteiger erwartet für seine meist knapp bemessene Freizeit eine gewisse Infrastruktur, um seine Bergziele zu erreichen. Das geht natürlich am schnellsten, wenn der Zielort nahe der Autobahn liegt und die ersten tausend Meter Aufstieg mit der Seilbahn überwunden werden können. Dann jedoch hat er nicht die Ruhe einer ursprünglichen Landschaft ohne Massentourismus. Dörfer als Ausgangspunkt für Bergfahrten mit diesen Merkmalen gibt es aber auch. Sie wurden in zurückzurückliegenden Jahrzehnten auf Grund ihrer Infrastruktur daher eher stiefmütterlich betrachtet. Aber seit einigen Jahren werben einige Gemeinden gerade mit dem Potential „sanfter Tourismus“ um die Gunst ihrer Besucher.

Angeregt durch den Österreichischen Alpenverein wird seit 2008 das Prädikat „Bergsteigerdorf“ verliehen. Um den Titel zu erhalten sind enge Vorgaben zu erfüllen. Zum Beispiel:

– alpiner Landschaftscharakter, 1000 Meter Höhenunterschied zwischen Tal und Gipfelniveau

– als Einzeldorf maximal 2500 ständige Einwohner… Der Baustil sollte in sich harmonisch wirken…

– vorteilhaft ist das Vorhandensein von Naturschutzgebieten…

– gute Anbindung an das Netz öffentlicher Verkehrsmittel…

– aktive Wanderer und Bergsteiger als Zielgruppe…

Werden die Bedingungen nicht eingehalten, kann der Titel auch wieder entzogen werden.

Bisher wurden 21 Dörfer, die meisten in Österreich und einige in Deutschland, als Bergsteigerdörfer ausgezeichnet. Das sind beispielsweise: Das Große Walsertal, Ramsau bei Berchtesgaden, Lunz am See, …

Doch auch in weiteren Regionen wurde der Wert des Titels Bergsteigerdorf erkannt. So wollen sich auch Gemeinden in Slowenien und Italien künftig um diesen Titel bewerben.

Mark Zahel, ein profunder Autor zahlreicher Bergbücher, hat alle Bergsteigerdörfer besucht und er stellt sie in einer gelungenen Dokumentation vor, reich bebildert und mit vielen attraktiven Wandervorschlägen ergänzt. Den jeweiligen Wandervorschläge möge man sich jedoch vorab kopieren oder fotografieren, denn ein so gewichtiges Buch nimmt man nicht mit auf die Tour. Als Vorbereitung auf einen Urlaub mit sanftem Tourismus ist das Buch sehr zu empfehlen. Bleibt nur noch eine Frage, ob denn auch in anderen Regionen, abseits der Alpen, wo es auch Bergsteiger/Kletterer gibt, das Prädikat „Bergsteigerdorf“ verliehen werden könnte. Ich denke da zum Beispiel an Schmilka in der Sächsischen Schweiz. Die Bedingungen müssten natürlich angepasst werden (alpiner Landschaftscharakter). Dazu sollten sich Verantwortliche vom Alpenverein und Tourismus mal etwas überlegen.

Falk Große

In der SBB-Bibliothek auszuleihen unter
B0687

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Ausleihe und Online-Recherche

Die Nutzung der Bibliothek und das Ausleihen von Büchern ist für Mitglieder des Sächsischen Bergsteigerbundes kostenlos. Von Nichtmitgliedern wird eine einmalige Aufnahmegebühr und eine medienabhängige Gebühr erhoben. Details regelt die Benutzerordnung der Bibliothek.
Führer, Karten und Zeitschriften werden 14 Tage, alle anderen Medien 4 Wochen verliehen. Verlängerungen sind möglich.

Alle Medien können zu den unten stehenden Öffnungszeiten in der ersten Etage des SBB-Vereinszentrums ausgeliehen werden.

Dienstag von 17:00 bis 19:00 Uhr
Mittwoch von 11:00 bis 13:00 Uhr
Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr

Zu diesen Zeiten sind die Mitarbeiter auch telefonisch erreichbar: 0351 481830-20 (nur zur Öffnungszeit)

Eine Online-Recherche ermöglicht die bequeme Suche nach Titeln von zu Hause aus. Vor Ort helfen die Bibliotheksmitarbeiter bei der Suche und beraten bei der Wahl der Bücher.

Weitere Infos zur Bibliothek findet ihr in der Benutzerordnung.

Zur Online-Recherche

Literaturspenden

Besonders willkommen sind Bücherspenden in Form aktueller Führer aus anderen Gebieten – und je abgelegener desto besser. Wer also ein kleines Urlaubsmitbringsel für den Verein sucht, ein zusätzliches Exemplar des vor Ort erhältlichen Kletterführers als Spende ist immer eine gute Idee!