Die Wegedatenbank des SBB enthält knapp 25.000 Kletterwege in der Sächsischen Schweiz. Aber wie viele davon werden wirklich geklettert? Wer im Gebirge unterwegs ist, weiß, dass es eine Anzahl von Sternchenwegen gibt, die sehr häufig geklettert werden. Dann gibt es noch die Gruppe der gelegentlich gekletterten Wege. Die größte Gruppe stellen aber wahrscheinlich Wege dar, die fast nie geklettert werden. Das kann verschiedene Gründe haben, z.B. schlechte Felsqualität, vergrünte Oberfläche, schlechte Zugänglichkeit, fehlende Linie. In manchen Fällen liegt es aber wohl vor allem an der fehlenden Sicherung, dass sie niemand klettern will.
Von Herbert Richter stammt das Zitat: „Ein Weg, den niemand klettert, ist wie ein Buch, dass niemand liest-sinnloser Aufwand.“
Die Projektgruppe Dornröschenschlaf hat den Auftrag, nach solchen Kletterwegen in der Sächsischen Schweiz zu suchen, die von der Allgemeinheit nicht angenommen wurden, und wo vermutet werden muss, dass die unzureichende Sicherung Ursache dieser Ablehnung ist.
Die PG untersucht die Einzelheiten und erarbeitet Vorschläge, diese Kletterwege durch den Einsatz möglichst weniger nachträglicher Ringe für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Ziel ist, die Anzahl von gut gesicherten Wegen vor allem im moderaten Schwierigkeitsbereich (etwa IV bis VII) zu erhöhen.
Der Anspruch der PG ist es dabei nicht, aus ungesicherten Wegen schlecht gesicherte Wege zu machen oder Ringe in Bruchwände zu schlagen. Das Ziel ist es, Wege zu finden, die sehr selten geklettert werden, aber von Felsqualität und Linie das Potenzial zu Sternchenwegen haben. Wenn ihr der Meinung seid, einen solchen Weg mit Potenzial entdeckt zu haben, teilt uns das gern mit. Beachtet dabei aber bitte die Anforderungen, dass die Wege nur ca. einmal pro Jahr geklettert werden sollten und im Schwierigkeitsbereich bis VIIc liegen.
Hier findet ihr die Geschäftsordnung der Projektgruppe Dornröschenschlaf.
Kontakt zur PGDornröschenschlaf: dornroeschenschlaf@bergsteigerbund.de