Nach wie vor wollen wir beim SBB bis 2030 die Klimaneutralität erreichen. Das ist ein steiler und schwieriger Weg, der von uns Disziplin und Kreativität abverlangt. Aber das Ziel ist es wert!
Im Jahr 2022 haben wir noch Emissionen von über 140 Tonnen CO2 verursacht (vgl. Abbildung 1: Gesamtübersicht der Emissionen des SBB im Jahr 2022). Wie soll das innerhalb der nächsten sechs Jahre auf „0“ gebracht werden?
Gesamtübersicht der Emissionen des SBB im Jahr 2022
Dazu haben wir als AG Klimaschutz einen Maßnahmenplan erstellt. Der setzt bei den größten Posten der CO2-Verursacher an und kann uns im Laufe der nächsten drei Jahre unserem Ziel ein ganzes Stück näherbringen.
Unser Vereinszentrum in der Papiermühlengasse verursacht insgesamt das meiste CO2 für Strom und Heizung. Mit der PV-Anlage aus dem Jahr 2022 erzeugen wir von April bis September mehr Strom als wir hier verbrauchen. Tatsächlich müssen wir aber gerade im Winterhalbjahr – der „dunklen Jahreszeit“ – einiges an Energie zukaufen. Für die Heizung sind wir angebunden an das Fernwärmenetz der Stadt Dresden und können von der SachsenEnergie relativ klimaschonend Wärme einkaufen. Trotzdem tragen diese Bedarfe noch zu einem Großteil unserer negativen Klimabilanz bei.
Deshalb wollen wir hier mit Hilfe einer professionellen Energieberatung konkrete Verbesserungsmaßnahmen ermitteln und schnell in die Umsetzung bringen.
Ähnliches gilt für unsere Hütten in Saupsdorf und im Bielatal. Vor allem dort vermuten wir noch großes Potenzial zur Verbesserung des Energiehaushalts. Deshalb brauchen wir dort möglichst schnell ein wirksames Maßnahmenpaket.
Neben den Emissionen für den Betrieb unserer Gebäude sehen wir bei den Fahrzeugen des SBB noch Verbesserungsmöglichkeiten. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge wäre ein effektiver Beitrag zur Vermeidung unnötiger Emissionen.
Ein verhältnismäßig hoher Emissionswert steht in unserer Bilanz für den Einkauf von Dienstleistungen. Dort schlägt vor allem der Service für die Gebäudereinigung zu Buche. Deshalb wollen wir daran arbeiten, diese Aktivitäten klimaneutral abzuwickeln. Dort sind unsere Lieferanten gefragt.
Weitere Ideen findet Ihr in der Liste der Abbildung 2: Maßnahmen zur Emissionsminderung.
Maßnahmenideen zur Emissionsminderung
Interessant ist dann natürlich, was das für die Entwicklung unserer CO2-Bilanz bedeuten würde. Dazu haben wir als AG Klimaschutz den sogenannten Emissionsminderungspfad aufgezeichnet.
Emissionsminderungspfad des SBB
Dort könnt Ihr ablesen, wie sich unsere CO2-Bilanz entwickeln würde, wenn wir die geplanten Maßnahmen konsequent umsetzen würden. Wir sehen, dass sich allein dadurch die Emissionen auf ungefähr die Hälfte reduzieren würden. Das erscheint ernüchternd, da das eigentliche Ziel – die Klimaneutralität – alleine dadurch nicht erreicht werden würde.
Das heißt, wir müssten zusätzlich noch Kompensationszahlungen leisten. Das wäre das letzte Mittel. Denn wir wollen die Emissionen schließlich an der Basis vermeiden und nicht an anderer Stelle ausgleichen.
Und hier kommst Du ins Spiel: Du hast noch weitere Ideen für unseren Weg zur Klimaneutralität? Dann melde Dich bei uns! Oder noch besser, komm’ vorbei, wenn wir uns das nächste Mal treffen, gerne auch virtuell.
Wir freuen uns darauf, die CO2-freie Zukunft unseres Sächsischen Bergsteigerbundes zusammen mit Dir zu gestalten!
Meldet Euch gern bei uns: klimaschutz@bergsteigerbund.de
Viele Grüße!
Deine AG Klimaschutz im SBB
Dieser Beitrag erschien auch im MTB Nr. 4/24.