Emissionsbilanz 2022

Die Ergebnisse der Emissionsbilanzierung 2022 liegen vor

Nachdem wir in der Projektgruppe Klimaschutz im ersten Halbjahr fleißig daran gearbeitet haben, die notwendigen Belege für die Emissionsbilanzierung des Jahres 2022 aufzubereiten, liegen uns jetzt die ersten Ergebnisse vor. Demnach hat der SBB durch den Vereinsbetrieb insgesamt Emissionen von etwa 140 Tonnen CO2-Äquivalenten verursacht.

Gesamtbilanz der Emissionen des SBB für das Jahr 2022

Dieser Wert ist mehr als doppelt so hoch wie der Wert, den wir zu Beginn unserer Arbeit im Jahr 2020 für das Jahr 2019 berechnet hatten.

Heute stellen wir fest, dass neben den damals untersuchten Emissionen in Anspruch genommene Dienstleistungen mit 33 Tonnen und unsere Veranstaltungen mit 24 Tonnen einen großen Anteil an den Emissionen unseres Vereins ausmachen. Unter Dienstleistungen sind hier z.B. Gebäudeinstandhaltung, IT, Buchhaltung, Reinigung oder Versicherungen zu verstehen.

Dienstleistungen verursachen derzeit über 30 Tonnen CO₂

Bei den Dienstleistungen machen die Reinigung des Vereinszentrums und das Engagement eines Planungsbüros und von freiberuflichen Mitarbeitern, wie z.B. unseren Routenschraubern, einen Großteil der indirekten Emissionen aus. Bei den Veranstaltungen verursachen An- und Abreise der Teilnehmenden die meisten Emissionen.

 

Was bedeutet das nun aber für uns als SBB?

Mit der Installation der PV-Anlage auf dem Dach des Vereinszentrums können wir den größten Anteil der Emissionen, die durch die Strombeschaffung verursacht werden, vermeiden. Das wird uns rund 9 Tonnen CO2 einsparen. Das DAV-Klimaschutzkonzept sieht vor, dass zukünftig Ökostrom eingekauft werden soll. Daneben sollten wir den Einkauf von Dienstleistungen genauer unter die Lupe nehmen. Die klimafreundliche An- und Abreise zu den Veranstaltungen haben die Teilnehmenden größtenteils selbst in der Hand.

Ein wichtiges und schwieriges Thema sind die Heizungen in den beiden Hütten, vor allem im Bielatal. Dort sind kreative Lösungen gefragt, da die Situation vor Ort die Handlungsoptionen stark einschränkt. Für die Saupsdorfer Hütte gibt es bereits Ideen für die Nutzung von Erdwärme. Die Fernwärme in Dresden wird laut Transformationsplan der Drewag bis Mitte der 2030er Jahre klimaneutral.

Bewusster Konsum und die Nachfrage nach Lebensmitteln mit geringer CO2-Last können weitere wichtige Beiträge zu einer deutlichen Reduktion unseres CO2-Kontos leisten. Letztendlich wollen wir für den Erhalt unserer Sport- und Wandermöglichkeiten bis zum Jahr 2030 im DAV klimaneutral sein. Für die Jahre 2023 und 2024 beträgt der DAV-interne Preis für eine Tonne CO2 je 90 Euro. Für den SBB kommt aktuell leicht eine fünfstellige Summe zusammen. Dieses Klimabudget verbleibt beim SBB und soll für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden.

Wenn Ihr dazu gute bis sehr gute Ideen habt, kommt auf uns zu oder noch besser: macht bei uns mit! Wir suchen Unterstützung bei…
– Kommunikation zu Klimaschutz im Verein und außerhalb voranbringen
– Maßnahmen zur Emissionsreduktion entwickeln und umsetzen
– Nachhaltigkeit im Verein steigern
– Kennzahlen bilden, nachverfolgen, auswerten
– Erweiterung des Vereinszentrums bzgl. klimaschonendem, energieeffizientem und nachhaltigem Bauen begleiten
– Baumaßnahmen bilanzieren
– Mobilität und Ernährung im Verein noch klimaschonender gestalten

Meldet Euch gern bei uns: klimaschutz@bergsteigerbund.de

 

PG Klimaschutz

Dieser Beitrag erschien auch im MTB Nr. 4/23.