Bibliothek

Die Bibliothek des SBB ist mit 4.000 Wander-, Gebiets- und Kletterführern, 2.100 Landkarten, 300 Lehrbüchern, 900 Erlebnisbüchern und 500 Bildbänden, Historika und Periodika die größte Spezialbibliothek zum Bergsteigen in Sachsen. Insgesamt können mehr als 20.000 Medien ausgeliehen werden. Die SBB-Bibliothek beherbergt auch die Bücher aus dem umfangreichen Bestand der Fritz-Wiessner-Stiftung.

Die Bibliothek ist eine Einrichtung des SBB für seine Mitglieder. Sie wird von den Mitgliedern der AG Bibliothek ehrenamtlich betreut. Ihre Aufgabe ist die Sammlung von Literatur zur Sächsischen Schweiz und anderen Gebirgen. Publikationen aus den Bereichen Naturwissenschaft, Umwelt- und Naturschutz, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Sportwissenschaft werden nur mit Bezug zu Bergen oder Bergsteigen erworben. Die von alpinen Vereinen herausgegebenen Schriften gehören ebenfalls zum Sammelgebiet der Bibliothek.

Bibo

Ausleihe und Online-Recherche

Die Nutzung der Bibliothek und das Ausleihen von Büchern ist für Mitglieder des Sächsischen Bergsteigerbundes kostenlos. Von Nichtmitgliedern wird eine einmalige Aufnahmegebühr und eine medienabhängige Gebühr erhoben. Details regelt die Benutzerordnung der Bibliothek.
Führer, Karten und Zeitschriften werden 14 Tage, alle anderen Medien 4 Wochen verliehen. Verlängerungen sind möglich.

Alle Medien können zu den unten stehenden Öffnungszeiten in der ersten Etage des SBB-Vereinszentrums ausgeliehen werden.

Dienstag von 17:00 bis 19:00 Uhr
Mittwoch von 11:00 bis 13:00 Uhr
Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr

Zu diesen Zeiten sind die Mitarbeiter auch telefonisch erreichbar: 0351 481830-20 (nur zur Öffnungszeit)

Eine Online-Recherche ermöglicht die bequeme Suche nach Titeln von zu Hause aus. Vor Ort helfen die Bibliotheksmitarbeiter bei der Suche und beraten bei der Wahl der Bücher.

Weitere Infos zur Bibliothek findet ihr in der Benutzerordnung.

Zur Online-Recherche

Buchtipp

Wanderlust

Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir
Hirmer-Verlag, München, 2018

„Die Sonn‘ erwacht, mit ihrer Pracht erfüllt sie die Berge, das Tal.
O Morgenluft, o Waldesduft, o goldener Sonnenstrahl!“

Dieses Wanderlied aus ‘Preziosa‘, vertont von Carl-Maria von Weber im Jahr 1820, ist musikalischer Auftakt der damals beginnenden Wanderzeit. Wandern wurde zum Inhalt zeitgemäßer Lebenseinstellung und fand von Anbeginn Einzug in Dichtung, Musik, bildenden Kunst, vor allem der Malerei. Auch heute wurde und wird Wandern erneut zum Zeitgeist, um der Hektik des Alltags zu entfliehen auch und gerade unter der jüngeren Wanderschar, die verstärkt in den vielen neuen Wanderführern – Wandern mit Kindern, mit Kinderwagen, mit Hund oder zur Kultur, zum Wein und was sonst noch alles – ihren Ausdruck findet.

Daher war es wohl naheliegend, eine Gemäldeausstellung mit Wanderbildern zu präsentieren. Dieser Aufgabe hatte sich die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin vom Mai bis September 2018 gestellt. Sie zeigte Gemälde von der Romantik bis zur klassischen Moderne, von Caspar David Friedrich bis Otto Dix. Wer die Ausstellung verpasst hat, dem sei der als Begleitbuch erschienene Katalog mit dem Titel „Wanderlust“ zu empfehlen.

Und es ist eine Lust durch das Buch zu wandern, vieles Bekanntes zu sehen aber noch viel mehr Neues kennen zu lernen. Es ist kein Bildband im herkömmlichen Sinne – den hätten wir nicht gekauft, weil Bildbände in der Bibliothek am wenigsten Interesse finden – sondern es ist ein kunsthistorischer Leckerbissen, werden den einzelnen Kapiteln erläuternde Essays vorangestellt, die die betrachteten Veranlassungen zum Wandern oder die erwanderten Regionen zum Inhalt haben. „Von der Wanderlust gelockt“ werden wir in die Ausstellung eingeführt von der Kunstwissenschaftlerin Birgit Verwiebe. Sie beschreibt auch das „Wandern im Sehnsuchtsland Italien“ das „Wie für Maler besonders hergerichtet“ war. Oder von Anna Marie Pfäfflin lesen wir zu den Wanderungen durchs malerische und romantische Deutschland im Aufsatz „Der Heimath zu / Ohn Rast und Ruh“. Auch werden die philosophischen Impulse, Rousseau’s „Zurück zu Natur“, von Gabriel Montua untersucht, die nach seiner Sicht Anlass des Wanderns um 1800 waren. Anette Dorgerloh beschreibt wandernde Malerinnen und Ernst Osterkamp lässt literarische Wanderungen in Klassik und Romantik zu Wort kommen.

Das Buch ist ein Augenschmaus, sehr lesenswert und vielfältig informativ.

Falk Große

„Wanderlust“ kann in der SBB-Bibliothek unter P0429 ausgeliehen werden

 

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Literaturspenden

Besonders willkommen sind Bücherspenden in Form aktueller Führer aus anderen Gebieten – und je abgelegener desto besser. Wer also ein kleines Urlaubsmitbringsel für den Verein sucht, ein zusätzliches Exemplar des vor Ort erhältlichen Kletterführers als Spende ist immer eine gute Idee!