Bei der Durchführung der Wanderfalkenbewachung werden wir durch den Freistaat Freistaat Sachsen unterstützt.
In der Sächsischen Schweiz nisten Schwarzstörche, Wanderfalken und Uhus. Sie suchen sich für ihre Horste die besten Felsvorsprünge heraus. Sind die Felsen zufälligerweise auch Kletterfelsen, werden diese für uns Kletterer zeitlich befristet gesperrt. In dieser Zeit gehört den Vögeln der Fels und wir wünschen ihnen gute Bruterfolge. Während der Brut bewachen Mitglieder des SBB die Zustiege und Einstiege zu den Kletterwegen und sorgen somit für Ruhe am Fels.
Wenn ihr Lust habt, uns bei der Bewachung zu helfen, freuen wir uns über eine Nachricht.
Interessante Infos rund um die Wanderfalken haben wir auf der Seite Wanderfalken im Elbsandsteingebirge zusammengestellt.
Wanderfalkenbewacher (Foto: M. Jäger)
Verlassenes Wanderfalkengelege (Foto: U. Augst)
Vier ca. 18-20 Tage alte Jungfalken (Foto: U. Augst)
Beringung eines ca. 18 Tage alten Jungvogels (Foto: M. Jäger)
Das Brutweibchen vom Bielatal, es hat eine tschechische Beringung (Foto: M. Hörenz)
fliegendes Wanderfalken-Weibchen (Foto: P. Reuße)
In der Brutsaison 2025 waren unsere freiwilligen Horstbewacher (39 Bewacher an 27 Tagen) auch wieder erfolgreich am Großen Lorenzstein und Pfaffenstein unterwegs.
Erfolgreich trifft leider nicht auf den Bruterfolg zu, jedoch auf die zahlreichen informativen Gespräche mit Wanderern und Kletterern. Es ist schön zu erfahren (auch ich persönlich), dass das Interesse am Schutz unserer Felsheimat weit verbreitet ist und Informationen gern angenommen werden.
An unseren Bewachungsplätzen gab es 2025 leider keine Jungfalken. Am Pfaffenstein ist der Grund leider unklar. Dagegen war am Lorenzstein der Partner “nicht treu” und hat sich für das Weibchen eines anderen Brutplatzes entschieden. Dadurch fiel die Versorgung des brütenden Weibchens aus und es hat die Brut (2 Eier) aufgegeben.
In der gesamten Sächsischen Schweiz war mit 19 Jungfalken die Brutsaison jedoch sehr gut.
Weiterführendes könnt ihr auch im Heft 42 / 2025 der Sächsische-Schweiz-Initiative nachlesen.
Kurt Renger
Durch Freiwillige des Bergsteigerbundes wurden auch im Jahr 2024 von Anfang April bis in den Mai hinein an Wochenenden und Feiertagen Horstbewachungen organisiert und durchgeführt.
Die zu bewachenden Horstschutzzonen wurden mit der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz und dem Sachsenforst abgestimmt.
Nach der Ausweisung der Horstschutzzonen wurde am Pfaffenstein um den Kletterfelsen Zwillinge und am Großen Zschirnstein / Südwand bewacht. Am Pfaffenstein hat das Weibchen auf unbefruchteten Eiern erfolglos gebrütet. Am Großen Zschirnstein war die Brut leider auch nicht erfolgreich.
Die Bruterfolge in der Sächsischen Schweiz waren im Gegensatz zum Vorjahr nicht gut. Insgesamt gab im Jahr 2024 nur sechs flügge Jungwanderfalken von erfolgreichen Bruten.
Mit den zahlreichen Anmeldungen von Helfern konnten nach Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung an allen Standorten die Bewachungen gut durchgeführt werden.
Am Pfaffenstein wurde an 12 Tagen bewacht und es beteiligten sich 15 Personen. Am Großen Zschirnstein wurde an 11 Tagen bewacht mit insgesamt 15 Bewachern. Wobei einzelne Bewacher zwei Termine abgesichert haben.
Johanna Jahnke und Kurt Renger
Der Nationalparkleiter Dr. Butter dankte am 14. März 2017 im Namen des sächsischen Umweltministeriums SBB-Mitglied Uwe Kretzschmar für seine langjährige Organisation der Wanderfalkenwacht durch Bergsteiger. Uwe Kretzschmar von der AG Natur- und Umweltschutz erhielt eine „Ehrenurkunde des sächsischen Umweltministers für langjährige verdienstvolle Arbeit für den Schutz von Natur und Landschaft im Freistaat Sachsen“ überreicht. Gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung, insbesondere mit dem Falkenexperten Ulrich Augst, organisiert Uwe in jedem Jahr die Bewachung von jeweils zwei Wanderfalkenhorsten durch insgesamt etwa 40 Bergsteiger und Naturfreunde.
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